Bergung von Kulturgütern in Köln
Balver und Lüdenscheider THW-Helfer arbeiten Hand in Hand mit der Berufsfeuerwehr Köln.
Balve/Köln. „Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man auf Schutt des 4. Stockwerkes des Stadtarchivs in neun Meter Tiefe trifft“, macht THW-Zugführer Markus Sierpinski die besondere Situation an der Kölner Einsatzstelle deutlich. Blumen erinnern an die beiden Menschen, die beim Einsturz des riesigen Gebäudes im Schlaf überrascht wurden und mit in die Tiefe gerissen wurden und ihr Leben verloren.
Eine Woche lang war das THW Balve mit fünf Einsatzkräften vor Ort. Weitere Unterstützung kam aus dem Ortsverband Lüdenscheid. Mit insgesamt 10 Einsatzkräften unter der Leitung des Balver Zugführers Markus Sierpinski wurden weitere Kulturgüter geborgen. Rund 10 Stunden waren die Helfer täglich an der Einsatzstelle, an der Bagger Trümmer beseitigen, die anschließend gesichtet werden müssen. Eine anstrengende, staubige Arbeit, die die Einsatzkräfte vor Ort erledigen müssen. „Einen 40-Tonner voll Akten, Bücher und Dokumenten haben wir sicherlich heraus geholt“, so Zugführer Markus Sierpinski, der an zwei Tagen auch die Einsatzabschnittsleitung übernahm.
Zusammen mit Kameraden der Berufsfeuerwehr wurde täglich rund 10 Stunden vor Ort gearbeitet. „Immer, wenn der Bagger eine eingestürzte Wand anhob oder umstürzte kamen neue Akten zum Vorschein“. Doch nicht selten musste im Schuttberg auch gegraben werden, um die wertvollen Bücher und Dokumente zu bergen. Sie wurden in Gitterboxen gesammelt und täglich abtransportiert.
Etwa 30 Kilometer Stahlschränke und Regale waren vor dem Einsturz im Gebäude eingelagert. Das Haus bestand im Ursprung aus 6 Etagen und war 70 m lang. Die geborgenen Fundstücke sind teilweise in sehr gutem Zustand, teilweise nur noch Papierschnipsel oder teilweise nass und mit Schimmel versehen. Alles was gerettet wurde wird vor Ort von den Archiv-Mitarbeitern nochmals von Staub und Dreck befreit. Danach gehen die Kisten an einen zentralen Ort in Köln, wo weiter gesichtet wird. Später werden die Kisten mit den Dokumenten an verschiedene Archive zur Aufbereitung verteilt.
Seit dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in der Kölner Innenstadt am Dienstag, 3. März, war das THW ununterbrochen an der Unglücksstelle tätig. Zu den Schwerpunktaufgaben gehörten das Abstützen instabiler Gebäude, die Überwachung einsturzgefährdeter Bauteile und das Einreißen von Garagen und Mauern. THW-Kräfte leuchteten die Einsatzstelle aus und sicherten die Stromversorgung. Durchschnittlich waren anfangs pro Schicht rund 100 THW-Einsatzkräfte an der Schadenstelle. Heute liegt die Hauptaufgabe der THW-Helfer darin, an der Einsatzstelle die Kulturgüter zu bergen. Wöchentlich werden die Einsätzkräfte gewechselt.
Köln/Balve. Nach der Bergung der vermissten Person aus den Trümmern des Kölner Stadtarchivs und der benachbarten Gebäude setzte das THW seinen Einsatz in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr fort. Eine reduzierte Zahl an Einsatzkräften stellt weiterhin historische Dokumente aus dem zerstörten Archiv sicher.
Seit Montag (11. Mai) ist auch das THW Balve mit fünf Einsatzkräften vor Ort. Weitere Unterstützung kommt aus dem Ortsverband Lüdenscheid. Mit insgesamt 10 Einsatzkräften unter der Leitung des Balver Zugführers Markus Sierpinski werden weitere Kulturgüter geborgen. Rund 10 Stunden sind die Helfer täglich an der Einsatzstelle, an der Bagger Trümmer beseitigen, die anschließend gesichtet werden müssen. Eine anstrengende, staubige Arbeit, die die Einsatzkräfte vor Ort erledigen müssen.
Seit dem Einsturz des Historischen Stadtarchivs in der Kölner Innenstadt am Dienstag, 3. März, war das THW ununterbrochen an der Unglücksstelle tätig. Zu den Schwerpunktaufgaben gehörten das Abstützen instabiler Gebäude, die Überwachung einsturzgefährdeter Bauteile und das Einreißen von Garagen und Mauern. THW-Kräfte leuchteten die Einsatzstelle aus und sicherten die Stromversorgung. Durchschnittlich waren anfangs pro Schicht rund 100 THW-Einsatzkräfte an der Schadenstelle. Das wurde jetzt deutlich reduziert.