Petromax- und Geocaching-Seminar
Geocaching fanden die Jugendlichen überaus interessant.
Mit der rund 100 Jahre alten TechnikEigentlich der Petromax und dem ganz modernen Geocaching beschäftigte sich die Jugendgruppe des THW Balve in einem Wochenendseminar. Dabei hatten nich nur die Jungen und Mädchen ihren Spaß.
Die Teilnehmer des Seminars „Petromax“ der THW-Jugend hatten sich auf etwas ganz anderes eingestellt. Denn eigentlich sollte es nur um die Bedienung, Wartung und Reparatur der Petromax gehen. Dazu hatten sich die Jugendlichen im Alter von 10 bis 18 Jahren am vergangenen Freitag in der Unterkunft versammelt. So erfuhren sie auch dass die inzwischen fast 100 Jahre alte Technik der Petroleum-Starklichtlaterne, wie die Petromax eigentlich heißt, früher auch Bestandteil der THW-Fahrzeuge gewesen ist.
Inzwischen fristet diese interessante Technik in vielen Ortsverbänden sicherlich ein trostloses Dasein als Staubfänger in den Regalen. Nicht so im OV Balve! Hier kümmerten sich jetzt um die von Max Graetz entwickelte und zeitweise in Altena produzierte Lampe.
Ein paar Versuchen brauchten sie schon, aber dann hatten sie fast allen Balver Leuchten wieder Leben eingehaucht. Ein paar Härtefälle blieben aber noch für den Samstag.
Nach einem kräftigen Frühstück wurde das Werkzeug ausgepackt. Nachdem die Lampen, die bereits funktionierten noch einmal auf Herz und Nieren geprüft wurden machte man sich an die zunächst als „hoffnungslos“ eingestuften Fälle. Diese wurden auseinandergebaut, gereinigt mit frischen Dichtungen und anderen Ersatzteilen versorgt. Und siehe da: Alle Lampen konnten instand gesetzt werden und versorgen die Balver Jugendgruppe nun wieder auf Zeltlagern und Fahrten mit Wärme und Licht. Das alles passierte bereits bis zur Nachmittagspause am Samstag. Nach etwas Tee und Gebäck war die Frage: „Was machen wir jetzt?“ Doch auch hierfür hatten die Betreuer vorgesorgt: Eine Geocaching-Ralley war bereits vorbereitet. Im ersten Akt ging es, ausgerüstet mit GPS-Empfänger und Aufgabenzettel rund um die Piuskapelle zu Werke. Schnell waren die Aufgaben gelöst und so die Zielkoordinate ermittelt. Dort angekommen war aber nichts zu finden – gar nichts! Was war also falsch gelaufen? Hatten Muggels den Schatz entwendet? War er vielleicht wilden Tieren zum Opfer gefallen? Oder waren die Aufgaben falsch beantwortet? – Das wurde schnell noch einmal überprüft. Ergebnis: Die Zahlen stimmten! Was war dann falsch? Nach nochmaligem Nachrechnen stellte sich heraus: Eine Rechenoperation fehlte noch. Nach nochmaligem Prüfen des Aufgabenzettels konnte so die richtige Zielkoordinate ermittelt werden. Der Schatz wurde gefunden und die Jugendlichen konnten sich ins Logbuch eintragen.
Nach dem Abendessen dann noch eine weitere Überraschung für die Jugendlichen, die inzwischen „Blut geleckt“ hatten: Schirrmeister Ralf nahm die Kids mit zu einem Nacht-Cache. Hier mussten die Jugendlichen feststellen, dass man nachts noch viel aufmerksamer sein muss als am Tag, wenn man an den wichtigen Hinweisen nicht einfach vorbei laufen will. Mit gemeinsamer Überlegung kam man aber letztendlich doch noch ans Ziel und konnte einen weiteren Schatz heben.
Ziemlich verschlafen und müde machte man sich am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück daran die Unterkunft wieder herzurichten und die Petromax-Laternen wieder zu verstauen. Bevor es wieder nach Hause ging war man sich aber einig: Das müssen wir bald noch mal machen!